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Amtsgericht muss in Nidda bleiben :

Presse


Niddas Erster Stadtrat Reimund Becker und Ranstadts Bürgermeisterin Cäcilia Reichert-Dietzel setzen sich gemeinsam für den Erhalt des Amtsgerichtes in Nidda ein.
„Wir müssen dem bedingungslosen Zentralisierungswahn entgegentreten. Eine bürgernahe Verwaltung muss in der Region verankert bleiben. Staat und Bürger dürfen sich nicht weiter voneinander entfernen, daher muss das Amtsgericht in Nidda erhalten bleiben“, fordert Reichert-Dietzel.

Seit gut zwei Jahren wird nun das Amtsgericht Nidda saniert. „Etwa eine Million Euro werden bis Ende 2010 an Sanierungskosten aufgewendet. Geld, das bei einem Verkauf niemals wieder erlöst werden kann“, so Niddas Erster Stadtrat Becker weiter. Nun steht das Amtsgericht auf der Abschussliste des Landes Hessen. Das Amtsgericht Nidda soll in das Amtsgericht Büdingen integriert werden.
„Wir brauchen ein Amtsgericht vor Ort, dies gehört zur Versorgung der Bevölkerung“, stellt Reichert-Dietzel fest. Ein Konzentration auf die Amtsgerichte in Büdingen, Gelnhausen und Hanau würde entstehen. „Dafür müssen die Bürgerinnen und Bürger aus Schotten und Hungen gut 60 Kilometer zurücklegen um ein Amtsgericht aufzusuchen, wenn, wie ebenfalls geplant, die Außenstelle in Lauterbach dicht gemacht wird“; erläutert Becker .“Gerade im Bereich des Betreuungsrechts ist ein ortsnaher Zugang zu den Amtsgerichten „vor Ort“ besonders wichtig, da bei jeder Betreuungsvollmacht eine Anhörung durch einen Richter erfolgen muss“, so Reichert- Dietzel weiter.
Ob eine Schließung die gewünschte Einsparung bringt, ist fraglich. Die Bediensteten müssen von anderen Amtsgerichten übernommen werden. Mögliche Verkaufserlöse gehen vermutlich zu Gunsten des hessischen Immobilienmanagements.
„Jetzt wäre der Wetterauer Landtagsabgeordnete und hessische Justizminister Jörg-Uwe Hahn in der Verantwortung, damit der ländliche Raum nicht ausblutet“, fordert Reichert-Dietzel.
„Wir müssen ein gewisses Maß Bürgernähe unserer Verwaltung beibehalten und hoffen das noch mehr Wetterauer Kommunalpolitiker sich für den Erhalt des Amtsgerichtes einsetzen“, so Becker und Reichert-Dietzel abschließend.

 

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